Die Küste nach Süden

Was macht man, wenn man einen Tag Zeit hat, über einen Mietwagen verfügen kann und es bestes Sommerwetter ist? Richtig, ans Meer fahren. Genau das haben wir am Samstag gemacht. Wir hatten uns vorgenommen, die Küste südlich von San Francisco zu erkunden. Unsere Ziele waren Carmel, Pacific Grove, Monterey und Salinas. Ganz schön viel für einen Tag, oder? Klar. Dennoch war es ein perfekter Sommertag.

Die Region um Monterey liegt etwa zwei Stunden südlich von San Francisco. Als erstes wollten wir beim Point Lobos State Park anhalten, der sich ganz im Süden unserer geplanten Tour befindet. Aufgrund des guten Wetters war hier aber jede Menge los, so dass wir beschlossen haben, uns die Seelöwen ein anderes Mal anzuschauen und nach Carmel zu fahren.

Carmel by the Sea ist ein kleines Städtchen, das mit seinen engen, hügeligen Straßen so ganz anders aussieht, als die Städte, die wir bisher so gesehen haben. Zu Fuß lassen sich die kleinen Häuschen, die zentrale Einkaufsstraße, die Ocean Avenue, und die vielen kleinen Restaurants und Cafés perfekt erkunden. Das Forge in the Forest und auch Katy’s Place sahen zumindest von außen sehr einladend aus. Außerdem konnten wir so prima Touristen und Einheimische beim samstäglichen Shopping beobachten. Höhepunkt für uns war aber der großartige Strand, mit feinem Sand, Sonne und Pazifikwellen. Den haben wir zum Picknicken, Schlafen und Spazierengehen genutzt, bevor wir nach Pacific Grove weitergefahren sind.

Im Vergleich zu Carmel ist Pacific Grove schon wieder deutlich weitläufiger, breitere Straßen, weniger Hügel. Aber insgesamt immer noch sehr heimelig. Hier im Monarch Grove Sanctuary überwintern im November und Dezember tausende von Monarch-Schmetterlingen. Auch die Küste ist hier wieder felsiger und von kleinen Wasserstellen gekennzeichnet, in der viele Meerestierchen leben, die unter Naturschutz stehen. Außerdem gibt es in Pacific Grove die Happy Girl Kitchen, eine Mischung aus Café und Einkocherei, wo man sowohl Kaffee trinken und essen kann, als auch selbstgekochte Marmeladen und eingelegtes Gemüse kaufen. Beides wird vor Ort direkt hergestellt. Wir haben Probeeinkäufe getätigt und werden berichten.

Monterey schließt direkt an Pacific Grove an, so dass wir nicht weit fahren mussten, um zu unserem dritten Halt zu kommen. Hier hatten wir uns den historischen Rundweg durch das alte Monterey vorgenommen. Zuvor haben wir eine kurze Pause eingelegt, die Reste vom Pflaumenkuchen gegessen und die Herbstspezialitäten bei Starbucks probiert. Der Salted Caramel Mocha ist ganz gut (man glaubt es nicht, selbst für den gibt es eine Seite im Internet). Salz und Karamellsirup gehen prima zusammen, die seltsame Kaffee-Kakao-Mischung dazu hätte es für mich jedoch nicht gebraucht. Lieber Karamellbonbons mit Fleur de Sel und einen gescheiten Cappuccino dazu.

Der Spaziergang, bei dem man sich die alten Häuser Montereys anschauen kann, ist mit kleinen, gelben Punkten im Boden markiert. Nach diesen muss man am Anfang nur kurz Ausschau halten und ihnen dann, wie beim Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spiel, folgen. Wir sind also fröhlich durch die Stadt gelaufen, haben links und rechts Häuser fotografiert, und nebenbei so ziemlich alles gesehen, was man in Monterey gesehen haben sollte.

Danach konnten wir schon wieder ein bisschen Autofahren und bei Einbruch der Dunkelheit erreichten wir Salinas. Hier wollten wir vor allem wegen John Steinbeck hin, der hier geboren ist, und für seine Romane Früchte des Zorns oder Jenseits von Eden berühmt ist. Wir haben sein Geburtshaus und das ihm gewidmete Museum angeschaut. Wiederum von außen, alles schon geschlossen, da schon halb Nacht.

Dann machten wir uns auf dem Rückweg und beendeten den Tag mit einem Besuch im Tex-Mex-Schnellimbiss Chipotl in Oakland. Eine ausdrückliche Empfehlung von J, an die wir bei Wraps und Burritos auch ganz feste gedacht haben.

Wochenrückblick (#3)

|Gesehen| How I met your mother (die ersten beiden Folgen der finalen Staffel, die seit Montag hier ausgestrahlt wird), einige Folgen Simpsons und New Girl
|Gelesen| Anna Karenina weitergelesen
|Getan| der erste Tag in Stanford (und drei weitere), eine Outlet-Mall besucht, die Stadt von der gegenüberligenden Seite aus angeschaut, die Küste nach Süden gefahren
|Gegessen| Lunch und Subway in Stanford, brasilianisches Sandwich und Gemüsereis, Chipotle, common dinner, selbstgemachte Pizza, gestürzten Pflaumenkuchen, Nutella
|Gedacht| Monterey ist das bessere Mendocino
|Gefreut| über den gelungenen Pflaumenkuchen und immer wieder über die die Sonne, den Strand und den Pazifik
|Gelacht| über M, wenn er Simpsons schaut und sich vor Lachen kringelt
|Geärgert| über eine ausgefallene Vorlesung
|Gekauft| mehr Adapter für die Steckdosen
|Geklickt| fox um die Serien zu schauen (geht wahrscheinlich von Deutschland aus nicht), State Parks, google maps zum rumreisen

Transport

Inzwischen ist man mehr oder weniger hier angekommen und kann nun mal etwas über solch abstrakte Themen wie den Transport erzählen. Nachdem in unseren gemeinsamen ersten Tagen unsere Wohnsituation noch etwas unstet war und das neue Semester in Stanford noch bevor stand, haben wir uns kurzerhand ein Auto geliehen. Heraus kam ein schmuck-sportives Vehikel namens Chevrolet Cruze (sic!). Mit der ersten Fahrt von der Verleihstation zurück zu unserer Bleibe, fühlte man sich ein wenig zum zweiten Mal angekommen – dieses Mal in der automotiven amerikanischen Gesellschaft.

Das sonor-satte Brummen des Motors beim Gas geben, das sich beim automatischen Schaltvorgang um eine geschätzte Terz in der Tonhöhe verringert, bereitet ein wohliges Gefühl der Freiheit, des Selbstbewusstseins – und der Bestätigung meiner Vorurteile über die car nation. Derweil ließen mich Eindrücke schon vorher im Wohnviertel rund um die Universität Berkeley von meiner vorgefertigten Meinung des obsessiv-umweltverschmutzenden Autogebrauchs der Amerikaner ein wenig abrücken: Der Anteil an Toyota Prius (Fahrzeug mit Hybridantrieb) macht ungefähr ein Viertel aus; und ein weiteres Viertel nehmen Volvos ein (und das bei einer gefühlten Autodichte von mindestens einem Fahrzeug pro Haushalt!). Dieser Eindrück hat sich im übrigen bei der Fahrt entlang der Küste nach Norden bestätigt. Weiterhin finden sich in Berkeley sogar Straßen, wo sich explizit ausgewiesen auch Fahrräder am Straßenverkehr beteiligen dürfen. Und die Busse führen gleich dem Bisonfänger einer Wildwest-Lok vorne eine Vorrichtung zum Fahrradtransport mit sich. Apropos Zug: Mit Schrecken habe ich bei einer Recherche feststellen müssen, dass es keine Zugverbindung zwischen San Francisco und Los Angeles gibt: Möglich wäre eine 1-stündige Fahrt mit dem Bus, danach ein Umstieg in eine 6-stündige Zugfahrt, um dann noch mal 2 Stunden mit dem Bus zu fahren. (Und ich dachte, die Siedler hätten den Westen unter anderem auch mit der Eisenbahn erschlossen; na ja, das war dann wohl eher von Ost nach West als von Nord nach Süd.)

Jedenfalls klappt der Transport mit dem Auto wunderbar. Mittlerweile bin ich nun ein paar Mal von Berkeley nach Stanford gependelt (in der Theorie eine dreiviertel Stunde). Man begibt sich lässig noch in der Innenstadt auf eine Fahrtrasse, die den Verkehr mindestens auf drei, meist aber vier Spuren führt, in einem Tempo, das einen an zähfliessenden Teig denken lässt. Trotzdem wird es auf dem meilenweiten Geradeaus nie langweilig: Aus über hundert Radiosendern kann ich von Glen-Miller-Musik der 40er über Jazz, Klassik, Pop-Klassikern zu Heavy Metal und Bluegrass alles haben – sogar die neuesten MLB– und NFL-Berichte. Klänge dringen ab und zu auch von außen an mein Ohr: Beispielsweise wenn einer der Trucks (kein LKW, wir würden Pick-ups sagen) mit seichtem Dröhnen an einem vorbeizieht – wahlweise auf der linken oder auch rechten Spur – und sich für diesen Moment aufgrund deren Höhe ein ausgewachsener Schatten über einen legt (ähnlich den Häuserschluchten von New York?).

Zu sehen gibt es nicht viel. Allerdings kann man sich desweiteren die Zeit mit allerlei lustigen soziologischen Feldversuchen vertreiben: Zum Beispiel die Frage, ob sich die Menschen, die ihre Autos auf der rechten Spur bewegen, von denen unterscheiden, die fünf Spuren weiter links fahren (bin da noch zu keinem endgültigen Resultat gekommen). Oder etwa ökonomische Überlegungen: Wieviel Geld wäre ich bereit einem potentiellen Beifahrer zu zahlen, um dies dann zusammen mit ihm über die Zeitersparnis auf der carpool lane wieder reinzuholen.

Recht spaßig also der Transport in Kalifornien. Da sieht man auch mal schnell über den häufig auftretenden, zähfließenden Verkehr oder sogar Stau hinweg. Und mal ehrlich: Die fünfzig Kurven gepaart mit einer überwundenen Höhendifferenz von mehreren hundert Metern, die man auf jeder Meile der pittoresken Küstenstraße nach Norden überwinden muss, jede Sekunde befürchtend einen der unerschrockenen Fahrradwanderer, die sich die Straße mit einem „teilen“, abzuschießen, sind auch nicht nur positiv für Gemüt und Magen. Jedenfalls wird nun bald mit dem Zug gependelt und auf dem Campus das Fahrrad benutzt.

Verzeichnis der im Text verwendeten Fremdwörter:

  • car nation – wir sind im „Land der Autofahrer“, wirklich wenige Menschen gehen zu Fuß und wir haben bisher immer einen Parkplatz gefunden
  • MLB – heißt Major League Baseball und ist neben
  • NFL– der National Football League zwei der Nationalsportarten in den USA
  • Truck – Auto mit kleinem Fahrerhaus und großer Ladefläche, gerne auch mit übergroßen Rädern unten dran, in Deutschland eher Pick-up genannt
  • carpool lane – reservierte Spur für Fahrzeuge, die mindestens zwei Personen befördern

Sonnenuntergang an der Marina

Heute Abend haben wir uns etwas kleines zu Essen geholt und sind zum Sonnenuntergang-Bestaunen an die Marina von Berkeley gefahren. Von dort hat man einen super Blick auf die Innenstadt von San Francisco und die Golden Gate Bridge.

(Die Bilder sind als Diashow eingebunden. Draufklicken macht sie groß und auch die Bildunterschrift sichtbar. Mit „Esc“ lässt sich die Diashow beenden und man kommt zum Artikel zurück.)

Die Küste nach Norden (Teil 3)

Mendocino bis Eureka und Arcata

Nachdem wir bei Jim nur kurz ein Honigbrot gefrühstückt haben, ist unser erstes Ziel heute das etwa 15 Minuten entfernte Fort Bragg. Dank F+Ks Lonely Planet Kalifornien, der uns schon unsere ganze Reise lang gute Tipps gibt, wissen wir auch schnell, wo wir ein schönes Café finden. Im Headlands Coffeehouse lassen wir uns für ein zweites Frühstück nieder. Morning Bun (eine Art süßer Hefeknoten mit Zimtzucker) und Kaffee für G, belgische Waffel und decaf-Kaffee (frischgezapft aus der Thermoskanne) für M. Anschließend nutzt G noch ihr refill, und wir checken Mails und telefonieren kurz mit Ms Eltern, die zufällig gerade online sind.

Nach einer Stunde brechen wir auf. Unser Ziel für heute ist der Humboldt State Park, der etwa eine Stunde vor unserem Ziel Eureka liegt. Hier soll es einige der dicksten und höchsten Bäume der Westküste geben. Insgeheim bin ich davon ja nur so halb begeistert. Hohe Bäume mit Stämmen,  die man mit beiden ausgestreckten Armen nicht umfassen kann. Tausendmal gesehen auf Bildern von Amerikaurlaubern. Was der Reiz dabei sein soll, erschließt sich mir nicht ganz.

Und plötzlich führt der Highway, also quasi die Fernverkehrsstraße, genau zwischen solchen Bäumen durch. Und, schon bin ich ihrer Faszination erlegen. Da geht die Straße mitten durch den Nationalpark und nur Zentimeter hinter dem Randstreifen stehen riesige Bäume.  Noch regnet es wie aus Kübeln, also erstmal Mittagspicknick im Auto und kurzer Stopp bei der Besucherinformation. Dann beschließen wir, noch weiter in den Park hineinzufahren, parken das Auto auf einem der Parkplätze und gehen ein wenig spazieren. Zum Wandern bleibt uns nicht mehr viel Zeit und außerdem erscheint uns das Wetter zu unbeständig. Dann halt eine Renterrunde, große, hohe, dicke und alte Bäume bestaunen, Fotos machen, Infotafeln lesen.

Gegen vier brechen wir nach Eureka auf, das wir allerdings erstmal durchfahren, um uns noch Arcata anzuschauen, das etwa 5 Meilen weiter nördlich liegt. Die beschauliche Studentenstadt, hier befindet sich die Humboldt University, gefällt uns gut. Das Abendessen fällt typisch amerikanisch aus: Burger und Pommes im basket, Milchshake bzw. Cola. Und es ist, dank eines sehr guten Tipps aus dem Lonely Planet, das beste Essen bisher. Gegessen bei Stars Hamburgers in Arcata.

Auch das gebuchte Town House Motel in Eureka erweist sich als Glücksgriff und beste Unterkunft der Reise. Das Townhouse Motel wird auf der deutschen Seite von Tripadvisor sehr gelobt, vor allem für seine Sauberkeit. Als wir die Zimmertür öffnen, wissen wir sofort warum. Ein Chlorlüftchen weht uns entgegen, so dass wir erstmal alle Fenster aufreißen, um den Schwimmbadgeruch zu vertreiben. Aber Zimmer und Bad sind wirklich tiptop sauber, sogar eine Kaffeemaschine und einen Kühlschrank gibt es. Am nächsten Tag erzählt uns der Besitzer, dass er dafür auch im Reiseführer „Rough Guide to California“ erwähnt wird und er täglich selbst die Zimmer kontrolliert.

Weiteres nettes Detail in diesem Motel ist der 70er Jahre Charme des Baustils. Die Parkplätze für die Autos befinden sich nämlich direkt unterhalb der Zimmer. Diese sind über eine Galerie verbunden, so dass man direkt auf das unten stehende Auto schauen kann, wenn man die Zimmertür öffnet.

Da das Zimmer wieder ohne jede Verpflegung ist, gibt es am nächsten Morgen nochmal amerikanisches Frühstück. Dann machen wir uns auf die Heimreise. Nach guten fünf Stunden Fahrt erreichen wir Berkeley. Einen kleinen Zwischenstopp haben wir in Sonoma, in der Weinregion gemacht, aber nur um einen ersten Eindruck zu bekommen. Vielleicht schaffen wir es ja nochmal dahin.

Stanford

Nun also sein Traum. Am Montag waren wir das erste Mal da.

Die Küste nach Norden (Teil 2)

Bodega Bay bis Mendocino

Der zweite Tag unseres Küsten-Road-Trips soll mit einem typisch amerikanischen Frühstück beginnen, da wir über Mittag wahrscheinlich mehr oder weniger im Auto sitzen werden.  Es gebe nicht viele Restaurants in Bodega Bay, die Frühstück anbieten, erklärt uns die Dame an der Touristen-Information, aber das Tides liegt direkt gegenüber, hat einen schönen Blick auf die Bucht (siehe Link) und Frühstück. Also entscheiden wir uns dafür. Spiegeleier, Speck und Brot für M. Eierkuchen, Ahornsirup, Eier und Speck für mich.

Nach einem kurzen Stop im örtlichen Supermarkt und an der Tankstelle, geht es weiter in Richtung Norden und Mendocino auf dem Highway No. 1. An ein paar schönen Abschnitten halten wir an und gehen an der Küste spazieren. Auch die kleine Sea Ranch Kapelle, ein Tipp von K+Hs Nachbarin Amanda finden wir. Hier picknicken wir unsere Supermarkteinkäufe.

Danach geht es auf direktem Weg nach Mendocino. Inzwischen ist regnerisches Wetter herangezogen, so dass wir uns in Mendocino erstmal ein Café suchen. Viel mehr gibt es im ganzen Ort auch nicht zu sehen, irgendwie hatten wir uns Mendocino größer und mondäner vorgestellt.

Da es in der ganzen Region kaum Handy-Empfang gibt, checken wir schnell per Internet, wann wir unsere Übernachtungsgelegenheit beziehen können. Diesmal haben wir kein Hotel gebucht (das Bed and Breakfast, das K+H uns empfohlen hatten, war wie erwartet schon ausgebucht), sondern wir haben ein Zimmer über AirBnB gemietet. Unser Gastgeber ist Jim, schätzungsweise 70 Jahre alt. Sein Haus ist Teil eines ganzen Wohnparks für ältere Menschen, der etwas außerhalb von Mendocino liegt. Wir bekommen sein Gästezimmer und ein eigenes Bad. Sogar die Küche können wir mit nutzen, so dass wir abends schnell Pasta und morgens Tee kochen können.  Nachts regnet es immer mal wieder, so dass wir nicht sicher sind, ob aus unserer geplanten Wanderung für den nächsten Tag tatsächlich etwas wird.

Wochenrückblick (#2)

|Gesehen| Ein bisschen amerikanisches Fernsehen im Hotel, Big Bang Theory, die US-Version von Sherlock mit Lucy Liu als Watson, College Football
|Gelesen| Das Kalifornien-Buch von den Kollegen beendet.
|Gehört| Viel Autoradio, The Bridge und Vinyl Classics – die Radiosender hier sind nach Musikrichtungen sortiert, auf den Musikkanälen gibt es ganz wenig Moderation und keine Werbung.
|Getan| K+H beim Auszug und der Wohnungsübergabe geholfen, das erste Mal in den USA Auto gefahren und dann gleich mit dem Mietwagen die Küste lang gebraust, in einem Hotel, einem AirBnB Zimmer und einem Motel übernachtet
|Gegessen Sushi, Pizza von der Cheeseboard Factory in Berkeley, Austern und amerikanisches Frühstück in Bodega Bay, Waffeln in Fort Bragg, Burger in Arcata
|Getrunken| Wasser, Bier, Milchshake
|Gedacht| Sobald man San Francisco hinter sich lässt, wird das Land ziemlich trocken.
|Gefreut| Über M. Das Überbrückungsgästezimmer. Und den Pazifikstrand bei Point Reyes. Das spätsommerliche Wetter.
|Gelacht| Immer noch am meisten mit der kleinen A.
|Geärgert| Über mein vergessenes Notizbuch, das uns einen Umweg bescherte.
|Gewünscht| Den Pazifik sehen.
|Gekauft| Eine Straßenkarte von Kalifornien.
|Geklickt| AirBnB, Tripadvisor und Hotelseiten auf der Suche nach Unterkünften an der Küste.

Die Küste nach Norden (Teil 1)

Am Donnerstag Nachmittag haben wir uns in Berkeley einen Mietwagen geliehen. Unser Ziel ist der Küstenstreifen nördlich von San Francisco: über Point Reyes, Bodega Bay, Mendocino, Fort Bragg, den Humboldt State Park bis nach Eureka wollen wir bis zum Sonntag fahren. Insgesamt sind das etwa 260 Meilen und insgesamt etwa 12 Stunden Fahrt, die wir auf drei Tage aufteilen wollen.

Berkeley bis Bodega Bay

Die erste Etappe führt von unserem Startpunkt Berkeley heraus über die Richmond-St. Rafael-Brücke in Richtung Norden. Von der Brücke aus sieht man in westlicher Richtung San Quentin, eine Halbinsel, die vor allem wegen des dortigen Gefängnisses bekannt ist.

Kurz nach der Brücke geht es in Richtung Point Reyes, eine Halbinsel, die sowohl Marschland als auch Pazifikküste hat und die auch für ihre Austernzucht bekannt ist. Leider hat Drakes Oyster Farm schon geschlossen, als wir Point Reyes erreichen. Dafür haben wir einen fantastischen Blick auf den Pazifik. Es geht kaum Wind und ist noch schön warm, so dass wir mit den Füßen im Wasser planschen, als wir den Stand entlanglaufen.

Weiter geht es dann in Richtung Bodega Bay. Hier wurden Alfred Hitchcocks Vögel gedreht und wir haben uns für die Nacht ein Zimmer im Bodega Bay Inn reserviert. Abendessen gibt es direkt im daneben gelegenen Restaurant Terrapin Creek. Hier holen wir die Austern als kleine Vorspeise nach und bestellen dann Parppadelle (das sind die ganz breiten Nudeln), einmal vegetarisch und einmal mit Ochsenschwanz-Ragout. Beides wunderbar. Dazu gibt es die hausgemachte Limonade und ein amerikanisches Hefeweizen, das auch so heißt und so schmeckt.

Von den Annehmlichkeiten, die das Bodega Bay Inn noch bietet (Kaffee, riesige Auswahl an DVDs) nutzen wir nichts mehr. Das Hotel liegt direkt am Highway No. 1, dennoch ist es nachts vergleichsweise ruhig. Der Zimmerpreis ist für das was es (auch an Sauberkeit) bietet, deutlich zu hoch. Aber das Bett ist riesig und wir schlafen gut, das war das wichtigste.