|Gesehen| Tatort, Baseball World Series
|Gelesen| Murakami: Kafka on the shore (Kafka am Strand) als Hörbuch
|Getan| viel gearbeitet, mit lieben Menschen gefeiert
|Gegessen| fast nur auswärts, Lammrippchen mit Baguette, Schweinerücken, Pilzravioli, Salat, Kürbissuppe, Maronen-Karotten-Suppe
|Gedacht| Zeitumstellung, könnte man das nicht einfach lassen?
|Gefreut| über die Zeit mit tollen Menschen
|Gelacht| über ein langsam an Kaffeetassen und Blumenvasen vorbeischwebendes, volles Milchkännchen nach durchfeierter Nacht
|Geärgert| über den unnötig geblockten E-Mail-Zugang in Stanford und die notwendige Freischaltung über die IT
|Gekauft| ein Bodenwischdings
|Geklickt| Hotels am Lake Tahoe für Skiurlaub
Autor: G
Möhrenkuchen
Viele Namen und Varianten für einen sehr leckeren Rührkuchen. Meine Variante hier ist die simple, ohne Frosting oder Zuckerguss. Einfach nur Rührkuchen mit ein paar orangenen Sprenkeln und Pekannüssen darin. Ich habe ihn mangels einer Kastenform in der Springform gebacken. Er wird hoch genug, als dass man den Kuchen teilen und auch dazwischen mit einer Crème bestreichen könnte. Dann sähe er so aus wie im Original von Paul. Ich habe allerdings seine Zuckermenge ordentlich reduziert und einen Teil des Mehls mit gemahlenen Mandeln ersetzt. Ist trotzdem süß genug.
Außerdem habe ich rausgefunden, wie man Weinstein-Backpulver aus seinen Einzelzutaten zusammenbaut. Weinstein-Backpulver wollte ich vor allem deswegen haben, weil man dann keinen „pelzigen“ Geschmack auf der Zunge bekommt, sobald man das zweite Stück Kuchen isst. Der entsteht durch das in normalem Backpulver enthaltene Phosphat.
In den USA gibt es kein fertiges Weinstein-Backpulver, jedoch bekommt man die Einzelzutaten. Dazu muss man einfach Weinstein (Cream of Tartar) und Natron (Baking Soda) im Verhältnis 2:1 mischen. Für das Rezept habe ich also 1 TL Baking Soda mit 2 TL Weinstein gemischt. Das entspricht dann zwar nicht dem Orginalverhältnis aus Natron und Backpulver, wegen der gemahlenen Mandeln habe ich jedoch auf zusätzliches Natron verzichtet. Baking Soda gibt es in jedem Supermarkt, Cream of Tartar findet man eher in Bio-Märkten, die einen größeren Bereich mit loser Trockenware (bulk section) haben.
Zutaten:
125 g Pekannüsse
300 g Karotten, geschält und geraspelt (etwa 5-6 Stück)
280 g Mehl
50 g gemahlene Mandeln
1 TL Natron (bei mir Baking Soda)
2 TL Weinstein-Backpulver (bei mir Cream of Tartar)
1/2 TL Zimt
4 große Eier
1/2 TL Salz
280 g Zucker
220 ml neutrales Öl (oder 220g weiche Butter)
Zubereitung:
1. Karotten schälen und fein reiben. Pekannüsse hacken oder anderweitig zerbrechen, z.B. in eine Plastiktüte geben und mit einer Pfanne darauf schlagen. Wer Zeit hat, kann die Pekannüsse noch kurz in einer Pfanne ohne Öl anrösten.
2. Mehl, Natron, Backpulver, Zimt, Salz abmessen und vermischen.
3. Eier mit Zucker aufschlagen bis sich der Zucker halbwegs aufgelöst hat, dann Öl dazugeben und unterrühren. Wenn Butter verwendet wird, andersherum anfangen. Also erst Butter und Zucker aufschlagen bis sich der Zucker zumindest zum Teil auflöst und dann die Eier hinzuschlagen.
4. Mehlmischung zur Eier-Öl-Masse geben und nur solange unterrühren, bis der Teig homogen ist. Nicht zu lange rühren, je mehr Gluten sich bildet umso fester wird der Teig später. Möhrenraspel und Pekannüsse dazugeben und unterheben.
5. In eine gefettete Kasten- oder Springform füllen und bei 180°C etwa 40 Minuten backen.
Gemüse-Paella
Bisher war ich ja eher ignorant, was Reis angeht. Ich esse ihn vergleichsweise selten und koche ihn, abgesehen von Milchreis oder Risotto, fast nie. Einfach, weil er für mich vor allem in die asiatische Küche gehört. Als Beilage zu ur-deutschen Gerichten wie Geschnetzeltes oder Gulasch geht Reis für mich gar nicht. Beides kann man prima mit Kartoffeln essen. Oder von mir aus auch noch mit Spätzle.
Wahrscheinlich habe ich dem Reis mit meiner Verweigerung ein wenig Unrecht getan, ist er doch das meist konsumierte Nahrungsmittel der Welt. Und manchmal muss man mir die Dinge auch einfach schmackhaft machen. In der Paella macht er sich jedenfalls ganz ausgezeichnet. Das Rezept basiert auf einem (stark dem Inhalt unserer Gemüsekiste angepassten) Rezept aus Yotam Ottolenghis Kochbuch Plenty.
Zutaten:
1 große Zwiebel
1 Stange Lauch
3 Paprika (gelb, rot oder gemischt)
1 Bund Mangold (wir hatten Erbette Chard)
2 Stangen Sellerie
3 Jalapenos (alternativ Chili oder Chiliflocken, dann weniger)
1 Handvoll Edamame (grüne Sojabohnen, TK) oder Fava-Bohnen
100 ml Weißwein
3/4 l Brühe
etwa 200g Reis (bei uns war es etwas mehr als ein großer Kaffeepott voll)
2 TL Kurkuma
1 TL Cumin
15 Kalamata Oliven
1/2 Bund gehackte, glatte Petersilie
Distelöl
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
1. Zwiebel in halbe Ringe schneiden, Lauchstange in Ringe schneiden. Paprika und Mangold in Streifen schneiden. Jalapenos entkernen und in Streifen schneiden. Edamame in kochendem Wasser auftauen und kurz garen. (wenn Fava-Bohnen verwendet werden, danach die Häutchen abziehen). Kalamata-Oliven entsteinen und halbieren oder vierteln.
2. In einer Pfanne zuerst Öl erhitzen und dann Zwiebel darin langsam 5 Minuten anbraten und bräunen. Lauch, Paprika, Mangold und Jalapenos hinzufügen und weitere 5 Minuten anbraten.
3. Gemüsebrühe zusammenrühren (oder auftauen oder aufwärmen) und entsprechend dem eigenen Geschmack salzen. Reis und Gewürze zum gebratenen Gemüse geben, kurz mitbraten und dann mit Weißwein und Gemüsebrühe ablöschen. Auf minimaler Hitze 20 Minuten leicht köcheln lassen, dabei nicht abdecken und nicht umrühren.
4. Wenn der Reis weich ist, Fava-Bohnen und Oliven zufügen, kurz durchrühren, damit auch die oben liegenden Körner Flüssigkeit bekommen, ggf. nachwürzen und abgedeckt nochmal 10 Minuten auf sehr kleiner Hitze oder ausgeschaltetem Herd stehen lassen.
5. Mit gehackter Petersilie bestreuen und servieren.
Quelle: Yotam Ottolenghi, Plenty, Chronicle Books, 2011, S. 80.
Wochenrückblick (#7)
Eine, die erste, ruhige Woche gehabt. Und dazu kaum Fotos gemacht. Nur von den Eierkuchen zum Sonntagsfrühstück. Daher heute sehr kurzer Wochenrückblick.
|Gesehen| Milk
|Gelesen| Anna Karenina (nach fast einem Jahr endlich fertig)
|Getan| Shopping Tour am Union Square, beim Yoga gewesen
|Gegessen| Pasta mit Grünzeug, Kürbisspalten mit Brot-Parmesankruste und Estragon Aioli, Gemüse-Paella, Eierkuchen mit Cranberries, Smoothie bei Jamba Juice, Carrot Cake, Zitronenkuchen
|Gedacht| jetzt ist schon fast der zweite Monat um
|Gefreut| über stürmisches Herbstwetter an einem faulen Sonntag zu Hause
|Gelacht| über M, der seine Handschuhe ausführt, sobald die Temperatur unter 15°C fällt
|Geärgert| über die zerbrochene Teekanne
|Gekauft| T-Shirts, ein Kleid
|Geklickt| Kochblogs (nach Kuchenrezepten gesucht)
Fünf-Korn-Weizenbrot
Dies ist eines der ersten Brote, das man als vorzeigbar bezeichnen kann. Nachdem die Schwierigkeiten der Teigzubereitung seit dem Einzug der Waage in unseren Haushalt behoben sind, kämpfe ich jetzt vor allem mit dem Gasbackofen. Die hohen Temperaturen zum Brotbacken bekommt er hin, aber den Broten ist es von unten deutlich zu heiß. Momentan scheiden wir also immer mal wieder schwarze Krusten weg. Außerdem funktioniert die Dampferzeugung mit der Gasflamme im Ofen auch nur so halb gut, so dass die Brote nicht so schön aufgehen. Ich probiere gerade mehr Grundfeuchte hinzubekommen, in dem ich unten im Herd in einer kleinen Pfanne Eiswürfel schmelze. Dampf erzeuge ich mit einem zusätzlich eingelegten Backblech, auf das ich heißes Wasser gieße.
Das Fünf-Korn-Weizenbrot (Five-Grain Levain) ist ein helles Brot, das ein Viertel Weizenvollkornmehl enthält. Die vier weiteren Kornsorten sind Roggenschrot, Leinsamen, Sonnenblumenkerne und Haferflocken. Zur gleichen Zeit, zu der man den Vorteig ansetzt, muss man die Körner einweichen und beides letztendlich zum Brotteig verkneten. Herauskommt ein Weizenbrot, das keine zu großen Löcher hat und sich so gut für Frühstück und Sandwiches aller Art eignet.
Zutaten für zwei Brote:
Vorteig:
227g Weizenmehl, Typ 550 (8 oz)
284g Wasser (10 oz)
45g Weizensauerteig-Ansatz (1.6 oz, 1 EL)
Quellstück:
82g Roggenschrot (2.9 oz)
82g Leinsamen (2.9 oz)
71g Sonnenblumenkerne (2.5 oz)
71g Haferflocken (2.5 oz)
369g kochendes Wasser (13 oz)
5.7g Salz (0.2 oz, 1 TL)
Hauptteig:
454g Weizenmehl, Typ 550 (1 lb)
227g Weizenvollkornmehl (8 oz)
238g Wasser (8.4 oz)
17g Salz (0.6 oz)
2.8g Trockenhefe (0.1 oz, 1TL)
Quellstück
Vorteig
Zubereitung:
1. Für den Vorteig alle Zutaten in einer Schüssel miteinander verrühren, abdecken und bei Zimmertemperatur (21°C) 12-16 Stunden gehen lassen.
2. Gleichzeitig das Quellstück ansetzen. Dazu das kochende Wasser über die Körner und das Salz gießen, gut durchmischen und noch heiß abdecken, um Wasserverlust zu verhindern. Bei Zimmertemperatur stehen lassen. Wenn nur (gequetschte) Flocken und kein (hartes) Schrot für das Quellstück verwendet werden, reicht es aus, dieses mit kaltem Wasser anzusetzen.
3. Hauptteigzutaten, Vorteig und Quellstück in der Küchenmaschine oder mit Hand zu einem weichen Teig zusammenkneten. In der Küchenmaschine 3 Minuten, mit Hand 5-8 Minuten.
4. Teig 90 Minuten gehen lassen und nach 45 Minuten einmal falten.
5. Zwei Laibe formen (oval oder rund) und nochmals 60 Minuten gehen lassen. Die Laibe können auf Backpapier lagern, Kastenform oder Gärkörbchen sollten auch gut gehen.
6. Eine halbe Stunde vor Ende der Gehzeit den Ofen auf 240°C (460°F) vorheizen, wenn vorhanden Backstein einlegen. Brote auf einem Backblech oder Backstein 40-45 Minuten backen.
Anstelle der 60 Minuten Gehzeit in Punkt 5. können die Laibe auch über Nacht im Kühlschrank lagern und am Morgen gebacken werden. Dann sollte dem Hauptteig jedoch keine Hefe zugegeben werden und die erste Gehzeit in Punkt 4. auf 120 Minuten verlängert werden (mit Falten nach 60 Minuten).
Quelle: Five-Grain Levain, Jeffrey Hamelman, Bread, 2nd edition, p. 182-183.
The Perks of Being a Wallflower
Das ist einer dieser Filme, der schon seit Evas Rezension letztes Jahr auf meiner Filmliste steht. Auf die Liste kommen die Filme, die ich gerne sehen will, zu denen ich es aber nicht ins Kino geschafft habe. M war anfangs zu Recht skeptisch, weil meine Filmauswahl doch eher selten seinem Geschmack entspricht. Aber als dann in der zentralen Tunnelszene „Heroes“ von David Bowie als Filmmusik lief, war er zumindest neugierig.
The Perks of Being a Wallflower (deutscher Titel: Vielleicht lieber morgen) ist eine Coming-of-Age Geschichte (früher hätte man dazu wohl Highschool-Drama gesagt), in der die Hauptfigur Charlie (Logan Lerman), ein introvertierter Außenseiter, auf sein erstes Jahr an der neuen Schule zurückblickt. Er ist psychisch labil und fürchtet sich vor den vier endlos scheinenden Highschooljahren, die vor ihm liegen. Entgegen seiner Erwartungen findet er jedoch Freunde und verliebt sich in Sam (Emma Watson). Und am Ende wird alles schlimm und doch irgendwie gut.
Klingt total emo, ist es auch ein bisschen. Der Film kippt aber nie ins Kitschige, weil die Figuren allesamt sympathische Freaks sind. Der Regisseur (Stephen Chbosky, der auch der Autor der Romanvorlage ist) zeigt eben nicht nur die übliche Highschool Liebesgeschichte. Er hält vielmehr eine gute Balance zwischen den psychischen Belastungen seiner „Mauerblümchen“ und ihrer Freude am Leben.
Dabei kommt ein Film heraus, der berührt und über den man hinterher vielleicht noch eine Weile nachdenkt. Weil wir die DVD hier hatten, konnten wir auch die ausgelassenen Szenen mit dem Audio-Kommentar des Regisseurs sehen. Ich finde, das lohnt sich, weil damit seine Idee von der Umsetzung bestimmter Szenen nochmals erklärt bekommt und man viele Details des Films erst so entdeckt.
Der Film hat in der IMDB ein Rating von 8,0 und besteht den Bechdel-Test nicht.
Wochenrückblick (#6)
|Gesehen| The Perks of Being a Wallflower, Bullitt, Simpsons, How I met your mother
|Gelesen| Anna Karenina, Plenty und Jerusalem von Yotam Ottolenghi, Bread von Jeffrey Hamelman (Kochbücher), The Love of a Good Woman von Alice Munro
|Getan| Brot gebacken, Gemüse zu Fonds gekocht, mit dem Fahrrad durch die Stadt gecruist, beim Nachbarschaftsmarkt mit Bewohnern des Viertels gesprochen, am Ozean gewesen, den Spendenlauf der Nachbarstochter unterstützt (mit Spenden, nicht mit laufen), auswärts gegessen
|Gegessen| Casarecce mit Stängelkohl, Risotto mit gebratenem Kürbis und Kerbel, gebackene Süßkartoffeln mit Balsamico und Löwenzahnsalat, Wraps mit Stängelkohl, Hummus und Guacamole, Fritatta (alles daheim), Frühstückskaffee im Thinkers, Sandwiches im Outerlands, Kaffee bei Sightglass, Tacos bei Tacolicious, Salziges Karamell-Softeis bei der Bi-Rite Creamery
|Gedacht| morgens mit Blick über das Wasser aufwachen ist toll
|Gefreut| über das viele Gemüse in unserem Kühlschrank, das immer noch tolle Wetter, die Fahrradtouren durch die Stadt und immer wieder das Essen
|Gelacht| über die Simpsons-Halloween-Folge
|Geärgert| hat sich M über einen Schnitt in den Finger
|Gekauft| eine Küchenwaage
|Geklickt| Restaurantempfehlungen auf yelp, zagat und sfeater
Postkartenblick
Nachdem ich beim ersten Mal im Nebel stand, hat es diesmal geklappt. Bei unserer ersten Fahrradtour konnten wir die Eleganz der Golden Gate Bridge im Sonnenschein bewundern.
Es ist noch immer traumhaftes Wetter hier, sonnig und für die Jahreszeit ungewöhnlich warm. Wir haben uns also am Sonntag Nachmittag unsere Räder geschnappt und sind – immer am Wasser lang – einmal um die Halbinsel bis zur Golden Gate Bridge gefahren. Zuerst ging es vorbei am AT&T Park, in dem die Giants (diese Saison leider nicht mehr) spielen. Danach konnten wir die Oakland Bay Bridge von unten bewundern, und weiter zum Ferry Building und an den Landungsbrücken entlang.
Danach gab es einen Zwischenstopp bei Ghirardelli für einen kleinen Eisbecher mit heißer Schokosauce. Gestärkt konnten wir dann gegen den Wind um Crissy Field herum antreten, um endlich die kleine Anhöhe hinauf zur Golden Gate Bridge zu erklimmen.
Zurückgerollt sind wir durch den Presidio Park, weiter ins Reichenviertel Presidio Heights, und dann mitten durch die Stadt. Es gibt relativ gut beschilderte Wege und einige Straßen haben auch Fahrradwege. Als wir endlich wieder auf unserem Hügel ankamen, wurde es schon dunkel.
Fülle
Dieser Moment: Wenn du – nachdem du die Gemüsekiste in Empfang genommen hast, die von einer der besten Bio-Farmen der Gegend kommt, einer Farm, von der auch die guten Restaurants ihr Gemüse beziehen und die ihren Truck einmal in der Woche mit Gemüse belädt, in die Stadt schickt, vor einem dieser Restaurants parkt und ihre Kisten an jedermann verkauft – wenn du also, eine dieser Kisten abbekommen hast und dann, wie ein Lasteselchen bepackt, mit dem ganzen Grünzeug im Rucksack durch den Golden Gate Park radelst. Am Spätnachmittag. In der Sonne. Einfach so. Weil es dein Heimweg ist.
Pecan-Chocoloate-Chip Cookies
Immer wenn ich in eine neue Küche komme, z.B. in einer Ferienwohnung oder eben jetzt hier, dauert es häufig nur wenige Tage, bis ich nicht nur kochen, sondern auch etwas backen möchte. Blöderweise denke ich dabei immer zuerst an die Zutaten, nie aber an die notwendigen Geräte. Simple Kuchen wie Rührkuchen oder Muffins scheitern dann ganz schnell am fehlenden Schneebesen oder der nicht vorhandenen Backform. Ganz zu schweigen von Dingen wie Mixer, Waage oder Nudelholz. Daher überlege ich dann jedes Mal aufs Neue, welche Rezepte ich kenne, die möglichst nur mit einer Schüssel, einem Löffel und einem Backblech auskommen. Und die auch dann funktionieren, wenn man die Mengen nicht aufs Gramm genau abwiegen kann.
Kekse gehen da fast immer. Hier das Rezept für die Pekannuss-Schokoladensplitter-Kekse, die ich letzte Woche gebacken habe. Das Rezept ergibt ungefähr 20 Kekse. Wer keine Waage hat, misst den Zucker und das Mehl mit dem Esslöffel ab. Ein gehäufter Löffel Mehl sind etwa 20g, ein nicht-glatt-gestrichener Löffel Zucker sind rund 15g. Die Maßeinheiten für die Butter stehen in so ziemlich jedem Land auf der Butterpackung. Die Menge lässt sich anhand der aufgedruckten Skalen also ganz gut schätzen.
Und beim ersten Einkauf nicht nur an das Klopapier, sondern auch an Backpapier denken!
Zutaten:
260 g Mehl (2 cups)
1 TL Backpulver
1/4 TL Salz
220 g weiche Butter (2 Sticks)
150 g brauner Zucker (3/4 cup)
75 g Chocolate Chip (1/2 cup)
60 g Pekannüsse (1/2 cup)
Zubereitung:
1. Butter mit Salz und Zucker verrühren, so dass der Zucker sich zumindest zum Teil auflöst.
2. Mehl mit Backpulver mischen und unterrühren.
3. Chocolate Chips und Nüsse zugeben und unterkneten.
3. Mit den Fingern oder zwei Löffeln kleine Teighäufchen auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech setzen.
4. Bei 180°C (350°F) etwa 12 Minuten backen. Die Kekse sind dann noch weich, sollten aber durchgebacken sein.
5. Auf einem Rost auskühlen lassen, dabei werden die Kekse fest.






























